Durch die Wüste: Beten, wenn Gott schweigt | Jonas Aubert

Durch die Wüste: Beten, wenn Gott schweigt
Jonas Aubert
 

Einleitung

Das christliche Leben ist keine ununterbrochene Abfolge von Highlights; geistliche Wüstenzeiten und das Gefühl von Gottes scheinbarer Abwesenheit gehören unweigerlich dazu. Besonders dann, wenn Gebete unerhört bleiben, ist die Versuchung groß, frustriert aufzugeben. Doch gerade in der Dunkelheit lädt uns die Bibel zur ehrlichen Klage ein. Wir lernen in diesen Phasen, an Gott festzuhalten, nicht weil er Wünsche erfüllt, sondern einfach weil er Gott ist.

Key Message

Ein schweigender Gott ist kein abwesender Gott – gerade in Wüstenzeiten reift unser Glaube durch ehrliches Klagen und geduldiges Festhalten am Gebet.

Predigttext

Psalm 13,1-6

Erstbesucher

Vielleicht wurdest du vom Leben oder sogar von Gott schwer enttäuscht. In der Kirche musst du diese Enttäuschung nicht verstecken. Gott hält deinen Frust und deine ehrlichen Fragen aus – du darfst ihm deinen ganzen Schmerz unzensiert vor die Füsse legen.

Anwendungen

  • Formuliere deine Enttäuschungen und Fragen an Gott als ehrliches Klagegebet, ohne sie fromm zu beschönigen.

  • Halte an den regelmässigen Gebetszeiten fest, auch wenn du emotional gerade keine Verbindung zu Gott spürst.

  • Such dir eine Vertrauensperson, die in einer geistlichen Trockenzeit stellvertretend für dich betet.

Biblische Bezüge

  • Psalm 88,2-4

  • Röm 8,26

  • Klgl 3,22-24

Fragen für die Kleingruppe

  • Wie verändert sich die Haltung von David vom Anfang von Psalm 13 (Klage) bis zum Ende (Vertrauen)?

  • Hast du schon einmal eine Phase erlebt, in der Gott weit weg schien? Was hat dir damals geholfen, nicht aufzugeben?

  • Wie können wir als Kleingruppe jemandem beistehen, der gerade durch eine geistliche "Wüste" geht?

  • Biete einer Person aus der Gruppe, der es gerade schwerfällt zu beten, an, diese Woche täglich für sie einzustehen.

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