Der Kompass für Miteinander | Andy Owen
Key Message
Wir leben Leiterschaft nach biblischen Prinzipien. Wir unterstützen unsere Leiterschaft und lassen uns auf Glaubensschritte ein, um gemeinsam als Kirche voranzukommen. Wir verstehen Leiterschaft im Sinne von Jesus: Der Grösste unter euch soll euer Diener sein.
Predigttext
Hebräer 13,17; Thessalonicher 5,12-13; Petrus 5,2-3
Was bedeutet das für uns als Kirche?
Wir brechen bewusst mit dem extremen gesellschaftlichen Misstrauen gegenüber Autorität und distanzieren uns gleichzeitig von jeglichem Machtmissbrauch der Vergangenheit. Wir etablieren eine Kultur der gegenseitigen Ehre: Unsere Leiter führen nicht durch Kontrolle, sondern durch Dienen und Vorbild. Im Gegenzug schafft die Gemeinde ein sicheres Umfeld für die Leiterschaft, indem sie Fehler verzeiht, wohlwollend mitdenkt und mutig eine gemeinsame Richtung einschlägt.
Was bedeutet das für mich als Mitglied?
Ich entscheide mich gegen Zynismus und ständiges Konsum-Verhalten. Ich frage mich aktiv: Wie kann ich durch meine Haltung, meine Gebete und meine Mitarbeit den Verantwortlichen ihre Aufgabe zur Freude machen? Wenn ich Fragen habe, stelle ich sie konstruktiv, ordne mich aber aus Liebe zu Jesus freiwillig in die Gemeinschaft ein.
Biblische Bezüge
Jesus wäscht den Jüngern die Füsse (Johannes 13,1-17): Der Herr und Meister übernimmt die Aufgabe des niedrigsten Sklaven und definiert Leiterschaft für immer neu.
David ehrt König Saul (1. Samuel 24): Obwohl Saul unrecht handelt und David jagt, weigert sich David, den von Gott eingesetzten Leiter respektlos zu behandeln oder selbst nach der Macht zu greifen.
Fragen für die Kleingruppe
Wo habt ihr in der Vergangenheit toxische Leitung erlebt und wie hat das euer heutiges Bild von Autorität und Unterordnung geprägt?
Wo ertappst du dich dabei, aus Angst vor Einordnung lieber dein eigenes Ding zu machen?
Bist du für die Leiter in unserer Gemeinde aktuell eher eine Ermutigung oder jemand, der innerlich oft auf der Bremse steht?
Wie können wir kritisch mitdenken und Fragen stellen, ohne das Vertrauen zur Gemeindeleitung zu untergraben?